{"id":26,"date":"2018-12-18T09:38:25","date_gmt":"2018-12-18T08:38:25","guid":{"rendered":"http:\/\/antsite.de\/verlar\/?page_id=26"},"modified":"2019-05-08T11:21:39","modified_gmt":"2019-05-08T09:21:39","slug":"verein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/?page_id=26","title":{"rendered":"Verein"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-title-center fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><div class=\"title-sep-container title-sep-container-left\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#e0dede;\"><\/div><\/div><h1 class=\"title-heading-center\">Glaube &#8211; Sitte &#8211; Heimat<\/h1><div class=\"title-sep-container title-sep-container-right\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#e0dede;\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Dieser Wahlspruch galt f\u00fcr die deutschen Sch\u00fctzenvereine und Sch\u00fctzenbruderschaften seit ihrer Entstehung. Keine leeren Worte \u2013 Verpflichtungen f\u00fcr alle! Aufgabe der Sch\u00fctzen war es seit jeher, seine Mitb\u00fcrger zu sch\u00fctzen; Hab und Gut, Kirche und Haus, Frauen und Kinder waren unter ihre Obhut gestellt. Die Statuten der Sch\u00fctzenbruderschaften, in denen diese Verpflichtungen festgelegt sind, sind zum Teil sehr alt und reichen bis ins Mittelalter. In einer der alten Statuten hei\u00dft es u. a.:<\/p>\n<p>Da\u00df durch dero H\u00fclff undt Zuthuen Die nachfolgende dieses Ihro Hochf\u00fcrstl. Gnaden Land und F\u00fcrstenhuub Von allen feindlichen Anfall so viell besser undt f\u00fcglicher gesch\u00fctzet, auch sonsten im Land ruhebund einigkeit erhalten werden m\u00f6ge.<\/p>\n<p>So ist die gro\u00dfe Anzahl der Sch\u00fctzenvereine aus der Not dr Zeit entstanden. Die vorgeschriebenen \u00dcbungen der Sch\u00fctzen f\u00fchrten dann zu den \u201e Sch\u00fctzenfesten \u201e , die mindestens j\u00e4hrlich abgehalten wurden. Durch den gl\u00fccklichen Zufall des Wiederauffinden Der Verlarer-Gemeindechronik in der Vikarie, die auch die Sch\u00fctzenchronik enth\u00e4lt, wissen wir nun mehr \u00fcber die Entstehung des Verlarer Sch\u00fctzenfestes.<\/p>\n<p>Es war im Jahre 1846, als der damalige Vikar Steins, um den \u201eUnfug des Fastnachts\u201c abzuschaffen, zum Feiern des 1. Sch\u00fctzenfestes aufrief. Der Chronist schreibt w\u00f6rtlich:<\/p>\n<p>\u201eDen hier bis dahin \u00fcblichen Fastnachtsunfug und andere T\u00e4nzereien schaffte er ab durch eines geordneten, anst\u00e4ndigen, allgemeinen Sch\u00fctzenfestes, welches nur bis Sonnenuntergang dauert.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcber den Verlauf des ersten Sch\u00fctzenfestes schweigt der Chronist. Unser Dorf bestand zu dieser Zeit nur aus einigen H\u00f6fen, die man \u201eColonate\u201c nannte. Diese \u201eColonate\u201c waren alle den Rittergutsbesitzern Freiherrn von F\u00fcrstenberg und Freiherrn von Alten zu Th\u00fcle, sp\u00e4ter von Ketteler zehntpflichtig. 13 \u00e4ltere \u201eColonate\u201c, alle um den \u201ePlass\u201c= -Platz gelegen, sind uns namentlich \u00fcberliefert. (Buckler, Dreike, Eilerich, Westermeier, Holtgreve, Baumhoer, Weber, K\u00f6themann, Schulte, Kleinschulte; Berensmeier, Glahe und Beine). Die meisten H\u00f6fe Stehen noch heute an ihrem Platze. Das \u201eColonat\u201c Beine stand an der Stelle des Besitzes von Bernhard Schrader. Es wurde 1839 verkauft und mehere Neubaustellen dadurch geschaffen. In dieser Zeit wuchs die Einwohnerzahl Verlars m\u00e4chtig. War fr\u00fcher einmal die Rede von 30 Kindern, die die Schule besuchten, so berichtet der Chronist, dass in den Jahren von 1850 bis 1860 \u00fcber 120 Kinder die Schule besuchten. Aus der Chronik wird uns weiter \u00fcber- liefert, dass sich am Kriege 1864 gegen D\u00e4nemark 7 Verlarer, am Krieg gegen \u00d6sterreich 1866 9 Verlarer und am Krieg gegen Frankreich 1870\/71 17 Verlarer beteiligten, Gefallen sind dabei 4 Verlarer im Kriege gegen Frankreich.<\/p>\n<p>Ihre erste kleine Kapelle erhielt unser Dorf um 1777, wie Schulvikar Steins, der von 1838-1851 in Verlar wirkte, zu berichten wusste. Das deckt sich mit den archivalen Unterlagen Des Bisch\u00f6flichen Generalvikaritas in Paderborn, wo ich folgende Notiz, Verlar betreffen, fand: \u201eTermini protocllares, den primissarium Bartholomaeum Odendall in Verlar betreffend. (\u00dcber Besuch der Pfarrkirche in H\u00f6rste) 1790.<\/p>\n<p>Eine erste kleine Vikarie wurde 1785 erbaut. Ein Schulhaus wurde 1802 neben der Vikarie errichtet. 1840 mu\u00dfte es bereits erweitert werden. Die Kapelle, 1850 bereits schief und bauf\u00e4llig, lie\u00df der als Seelsorger t\u00e4tige Vikar Tegethoff bis auf den Altar abrei\u00dfen und baute um diesen Alter die heutige, von ihm selbst entworfene Kirche.<\/p>\n<p>Weitere Nachrichten \u00fcber die Sch\u00fctzenfeste finden wir in den Aufzeichnungen aus den Jahren 1864-1873. Das Fest wurde jetzt an 2 Tagen gefeiert. Der K\u00f6nig wurde damals schon, wie Auch heute noch, am Samstagsnachmittag ermittelt. Das \u201eVogelschie\u00dfen\u201c kam erst sp\u00e4ter auf, zuerst wurde auf Scheiben geschossen (1873). Die Chronik berichtet bis 1887 auch nur von einem K\u00f6nig, eine K\u00f6nigin wird erst 1897 erw\u00e4hnt. Ihre Statuten gab sich der Sch\u00fctzenverein am 20. Juni 1856. Angek\u00fcndigt wurde das Sch\u00fctzenfest bereits damals mit B\u00f6llersch\u00fcssen. In der Abrechnung aus dem Jahre 1864 hei\u00dft es \u201e f\u00fcr Pulver zum B\u00f6llern 3 Thlr. 20 Sgr. ausgegeben\u201c. Die Festfolge hat sich im Laufe der Zeit wohl etwas ge\u00e4ndert, genauso wie der Festplatz wechselte. In manchen Jahren fiel das Fest ganz aus. So in den Jahren 1887-1897 wegen der schlechten Zeiten. 1890 war im Herbst ein so verheerendes Hochwasser, das viel Not \u00fcber unser Dorf brachte. \u00dcber diese Naturkatastrophen berichtet die Chronik ausf\u00fchrlich.<\/p>\n<p>Bis zum Jahre 1903 traten nur Junggesellen im Sch\u00fctzenverein an, dann wurde vom Vorstand Beschlossen, dass alle M\u00e4nner bis 50 Jahren mit antreten konnten. 1928 wurde das Alter auf 60 Jahre erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Vor 1887 war Karl Berensmeier, der sp\u00e4ter am Bach das Haus Nr. 53 baute, Sch\u00fctzenoberst. Nach der 10j\u00e4hrigen Pause 1897 wurde Albert Dreike Oberst, und Franz Corsmeier aus der M\u00fchle in Garfeln Sch\u00fctzenk\u00f6nig. Von diesem Jahr an sind alle K\u00f6nige und K\u00f6niginnen des Dorfes namentlich erw\u00e4hnt. Unter Oberst Dreike wurden auch die gr\u00fcnen M\u00fctzen der Sch\u00fctzen eingef\u00fchrt. Unter Oberst Speckemeier die wei\u00dfen Hosen, die die Offiziere schon seit 1897 trugen. Vor dem 1. Weltkrieg war der Verein auch im Besitz eines eigenen Zeltes, das aber 1914 abgegeben und in der Senne als Gefangenenunterkunft benutzt wurde. Zur\u00fcck- gegeben wurde das Zelt nicht mehr.<\/p>\n<p>Neben dem Sch\u00fctzenverein wurde 1912 der Kriegerverein gegr\u00fcndet. Der erste Oberst war Bernhard R\u00f6tz sen. Bernhard R\u00f6tz k\u00e4mpfte 1864 gegen D\u00e4nemark und war beim Sturm auf die D\u00fcppeler Schanzen dabei. Gleichfalls nahm er an den Kriegen 1866 und 1070\/71 teil. Weitere Kriegerfeste wurden noch gefeiert in den Jahren: 1913, 1922, 1927, 1932 und 1933. In diesen Jahren fielen die Sch\u00fctzenfeste dann aus. Anl\u00e4\u00dflich des Kriegerfestes 1922 wurde Das neu errichtete Kriegerdenkmal eingeweiht. Die Feier der Denkmalsenth\u00fcllung wurde durch einen Feldgottesdienst eingeleitet. Altar und Kanzel waren im Freien aufgestellt. Vikar Weidekamp zelebriezte die Hl. Messe. Die Festrede hielt Rechtsanwalt Becker aus Geseke. Vom derzeitigen Oberst des Kriegervereins, Karl Berensmeier am Bach wurde das Denkmal dem Gemeindevorsteher in die Obhut der Gemeinde \u00fcbergeben. Der Sohn des damaligen Schullehrers Borgdorf verfasste zu der Denkmalsweihe eine Festschrift. Leider scheint kein Exemplar mehr davon vorhanden zu sein. Die Festschrift soll die Namen der gefallenen Krieger, eine Ortsgeschichte von Verlar und ein Verzeichnis der Kriegsteilnehmer enthalten haben.<\/p>\n<p>Vielleicht taucht auch diese Festschrift eines Tages mal wieder auf. So feierten unsere V\u00e4ter ihre Feste, unterbrochen von 2. Kriegen oder anderen Notzeiten. Dank der wieder aufgefundenen Chronik wissen wir genaueres \u00fcber Datum und Verlauf. Vieles ist vom alten Brauchtum erhalten geblieben, allerdings haben sich die Aufgaben der Sch\u00fctzen gewandelt. Der kirchliche Ehrendienst ist geblieben und bleibt fortbestehen. Andere Aufgaben sind den Zeitverh\u00e4ltnissen angepasst, neue werden sicherlich auf sie zukommen<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep sep-none\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:40px;margin-bottom:40px;\"><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-26","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5669,"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26\/revisions\/5669"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schuetzenverein-verlar.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}